Rasse: Pudel
Geschlecht: männlich
Alter: geb. ca. 1999
Aufenthaltsort: seit 12.11.2011 beim Tierschutz ohne Grenzen e.V.
Kontakt: Telefon 0621-56092747, Mobil 0173-3663322 oder E-Mail an Dr.DianeReiser@tierschutz-ohne-grenzen.de
Für Patenschaftsangebote bitte ebenfalls den vorgenannten Kontakt nutzen!
Es ist eine Freude Urki als Pflegehund zu haben. Das kleine Männlein sieht zwar nicht mehr viel, dafür hört er um so schlechter ;o)
Urki sieht wohl doch Schatten. Und wie ein dieser verfolgt er uns. Urki ist gerne dabei, auch in der Hoffnung, man möge doch Mitleid mit einem kleinen Pudelchen haben, das so gerne ißt. Bei Spaziergängen muss man sich immer wieder vergewissern, ob der kleine vierbeinige Schatten, sich nicht anderen entgegenkommenden Menschen angeschlossen hat und denen freudig hinterherwackelt - aber so ist das eben mit “gebrauchten” Pudeln. Da funktioniert vielleicht nicht mehr jedes Sinnesorgan, dafür sind sie einfach liebenswert - so wie Urki.
Das ist der Preis der (Leinen-) Freiheit, aber Urki hat unser aller Herz so im Sturm erobert, dass wir jedes Zipperlein des Kleinen gerne hätscheln. Ein Blick in die Knopfaugen dieses kleinen Sonnenscheins belohnt jede Sorge, die man sich um ihn macht.
Welche Sorgen kann den ein wohlerzogener, lieber Pudelmann denn wohl machen? Schlechte Noten in der Hundeschule? Schlägereien mit anderen Rüden? Frauengeschichten? I wo! Urki wurde noch von den spanischen Tierschützern kastriert.
Es sind gesundheitliche Sorgen. Urki hatte vor Kurzem einen Schwächeanfall, bei dem wohl ein Schlaganfall eine Rolle gespielt hat. Es ging ihm binnen ganz kurzer Zeit, richtig schlecht. Viel schlechter, als das die messbaren medizinischen Parameter hätten erklären können. Ein Infekt, ja schon. Etwas Fieber jaja. Das Blutbild eher ermutigend. Keine Anzeichen, dass Organe geschädigt wären. Und Urki lag da, gefällt wie ein kleiner Baum - ein Bonsai eben. Der arme Kerl konnte kaum den Kopf heben.
Daher liegt ein Schlaganfall nahe. Dank dem Geschick einer engagierten Tierärztin, konnte Urkis Leben gerettet werden. Offenbar waren auch Urkis Schutzengel in die gleiche Schule gegangen wie die von Wolfgang Niedecken. Denn Urki geht es erstaunlicherweise fast wieder so gut wie zuvor. Seine verwirrten Augen haben jetzt wieder Durchblick. Er schaut uns wieder an.
Trotzdem - entgegen unserer festen Überzeugung, dass wir grundsätzlich jedes unserer Vereinstiere vermitteln und nicht mit Druck auf die Tränendrüse mit Patentieren unnötig lange Spenden ergattern: Urki wird nicht mehr vermittelt.
Unsere Vereinstiere sollen sich verbessern. Klar! Wir geben uns die größte Mühe, die Zeit bis sie ein endgültiges Zuhause gefunden habe, es unseren Vereinstieren so schön wie möglich zu machen. Fast wie ein eigener Hund. Aber eine eigene Familie mit Prinzen/Prinzessinnenstatus toppt das einfach. Nicht mehr mit so vielen anderen Hunden teilen. Die Tiere spüren einfach, ob sie Pflegehunde sind, oder adoptiert sind.
Trotzdem, auch wenn wir alle Urki das Glück einer eigenen Familie gönnen würden, ein weiterer Wechsel würde ihm nicht gut tun. Urki kann jetzt alles gebrauchen, nur keinen Stress - nicht mal positiven.
Sollte sich aber sein Gesundheitszustand exorbitant ändern und langfristig stabilisieren, dann kann man dieses Thema neu erörtern.
Urkis Geschichte:
Man hatte den Zwölfjährigen ausgesetzt auf der Straße gefunden. Er war in einem bedauernswerten Zustand: am Rücken verwundet konnte er sich kaum auf den Beinen halten. Er ist fast taub, sein Blick ist eingetrübt. Offensichtlich hatte er Schmerzen und seine Zähne waren in äußerst schlechtem Zustand. Zu seinem Glück fand sich noch in Spanien eine Pflegestelle, die ihn zum Tierarzt brachte und ihn so aufpäppelte, dass er reisen konnte.
zurück zur Übersicht “Hunde bereits in Deutschland - Rüden”