SOS Vitoria

Rettung spanischer Tiere

Shorty

Von admin - 21.Juni 2009, 20:17 Uhr

Shorty in Deutschland

Shorty in Deutschland

Shorty (in Spanien wurde er Felipe genannt) ist ein Border Collie Rüde und ca. 1,5 Jahre alt. Der hübsche Bursche ist sehr lieb, aber absolut traumatisiert.

Update 01.07.2009: Shorty hat sich nun ein wenig eingewöhnt. Er folgt mittlerweile seiner Pflegemama wie ein Schatten. Wenn er draussen ist, ist er glücklich: er tobt und albert herum und badet für sein Leben gern. Nach ausgiebigem Baden flitzt er herum, wälzt sich mit Wonne und sonnt sich gerne. Zu seiner Pflegemama sucht er ständig den Kontakt und schaut immer, ob sie auch ja in der Nähe ist. Doch er lässt sich momentan noch von niemand anderem anfassen und scheint Panik vor Männern zu haben, da nimmt er Reissaus. Hat er dazu keine Möglichkeit, versteift er sich und zittert am ganzen Körper.

In den nächsten Tagen wird seine Pflegemama anfangen, mit ihm zu arbeiten, damit auch der kleine Shorty lernt, dass es außer ihr noch viele liebe und tolle Menschen gibt, vor denen man keine Angst haben muss.

Shorty braucht ein Zuhause, in dem noch mindestens ein weiterer Hund vorhanden ist und natürlich sehr einfühlsame und geduldige Menschen, die ihm seine Ängste nehmen können. Denn sobald er Vertrauen aufbauen konnte, liebt er “seine” Menschen über alles. Er ist verträglich mit allen Hunden und mag sogar Katzen, zeigt jedoch anderen Kleintieren gegenüber ein wenig Jagdtrieb. Doch auch daran wird seine Pflegemama mit ihm arbeiten.

Update 12.10.2009: Shorty befindet sich seit 20.06.2009 in der Obhut von Breitenstein Rescue. Nun erreichte uns folgende Nachricht:

Shorty wohnt nun seit Juni 2009 bei uns auf dem Hof. Er lebt mit und in unserem Rudel.
Mit Hunden und Katzen ist Shorty absolut sozial und nett und man merkt ihn hier kaum, er ist
ein Schatz! Er badet für sein Leben gern: wie ein kleiner Biber zieht er hier mit einer Geschwindigkeit seine Bahnen durch unseren Badeteich - unglaublich :-) Seine große “Liebe” hier bei uns ist eine 5 jährige Border Collie Hündin. Diese hat ihn vollkommen unter ihre Fittiche genommen. Sie kümmert sich ganz rührend um ihn: sie putzt ihn, sie schleckt über sein Köpfchen, seine Augen, alles ganz vorsichtig - ich denke, sie hat bei ihm Muttergefühle entwickelt :-)
Außerhalb unseres Hofes läuft er an einer super dünnen Schleppleine. Er hört ganz ausgezeichnet und diese Leine dient lediglich zur Sicherheit, da ich Angst habe, er könnte in Panik weglaufen, wenn wir fremden Menschen begegnen.

Allerdings ist Shorty traumatisierter als ich es anfänglich dachte. Hier bei uns im “Rudel” ist komplett nichts davon mehr zu merken: hier ist er ein fröhlicher, ausgelassener, kecker und frecher kleiner Sausewind: stets und immer gut gelaunt (abends geht er zum Pippi machen nicht mehr raus - das ist ihm jetzt zu spät und zu kalt und überhaupt……). Shorty hat sich mir (und auch meinem Mann inzwischen) derart geöffnet! Seine anfängliche Panik, seine Angst vor uns, die Scheu, sein Gefühl immer auf der Hatz sein zu müssen: weg: vollkommen weg! Ganz im Gegenteil: er ist derart verkuschelt und anhänglich mir gegenüber: wenn ich hier im Büro sitze, dann springt er auf meinen Schoß, kringelt sich hier zusammen und versucht alle naselang mit seinem Krausbärtchen durch mein Gesicht zu schlecken.

Die Kehrseite: Shorty beginnt vor Angst zu schlottern, sobald andere Menschen hier auf dem Hof sind und wenn diese versuchen, etwas von ihm einzufordern. Er zittert dann wie Espenlaub am ganzen Körper. Ignorieren ihn die Menschen, ist es für ihn halbwegs o.k. . Er hält einfach eine gewisse Distanz ein und wird diese nicht überschritten, ist alles gut. Menschen, die öfter hier her kommen, an die hat er sich gewöhnt: aber er möchte weder angesprochen noch angefasst werden. Ich denke, man muss es akzeptieren.

Lange habe ich mit mir gehadert, ob ich ihn zu Freunden vermitteln möchte bzw. ob ich es ihm zumuten kann. Vielleicht könnte ich es. Da ich es aber nicht sicher weiß und da ich ihm nicht zumuten möchte, dass er weitere Seelenqualen leidet, habe ich gestern beschlossen, ihn als “nicht vermittelbar” zu setzen. Das heißt, Shorty darf bei uns bleiben: er fühlt sich hier in unserem Kreis einfach wohl, hier hat er sein Zuhause und seinen Frieden und seine Freiheit gefunden. Shorty liebt mich abgöttisch und ich - ich gestehe es sehr gerne - bin vollkommen vernarrt in diesen kleinen aktiven Hund. Von jetzt ca. 40 von mir aufgenommenen und vermittelten Hunden ist Shorty der erste Hund, der hier bleiben darf. Ich freue mich sehr, sehr, sehr: ich könnte weinen vor Freude und ich bin äußerst froh, dieses Männlein getroffen zu haben.

Es grüßen ganz fröhlich und glücklich

Gaby und SHORTY

Shorty und Gaby im Glück

Shorty und Gaby im Glück

Wir denken, ein schöneres Happy End kann es für Shorty nicht geben! Aus diesen Zeilen von Gaby spricht so unendlich viel Liebe, dass dieses Happy End nur logisch erscheint. Und es zeigt einmal mehr, dass es sich lohnt, auch einem ängstlichen und panischen Hund eine Chance zu geben. Die Geduld, die man einem solchen Tier entgegenbringt, wird mit Vertrauen und Liebe belohnt. Wer weiß, was dieser kleine Kerl in seinem noch so jungen Leben alles durchgemacht hat, dass er eine solche Angst vor uns Menschen hat. Danke vielmals, Gaby, dass du dich seiner angenommen hattest und dass du die Mühen auf dich genommen hast, das wiedergutzumachen, was ihm angetan wurde. Dass eine so große Liebe daraus wird, konnte niemand vorher ahnen. Aber schön ist es, wunderschön - für dich, für uns und vor allem für Shorty!

 

Shorty in Deutschland

Shorty in Deutschland

Shorty in Spanien

Shorty in Spanien

 

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 21. Juni 2009 und wurde abgelegt unter "Zuhause gefunden 2009".

 


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