SOS Vitoria

Rettung spanischer Tiere

Lord

Von admin - 28.März 2009, 22:15 Uhr

LordGekämpft, gehofft und doch verloren…..wir sind sehr traurig.

 

Denn heute, am 13.04.09, ist unser Lord über die Regenbogenbrücke gegangen.

Lord kam erst beim letzten Transport aus Vitoria am 28.03.09 in unser Tierheim nach Dillenburg, nachdem er seit dem 22.09.2008, also über ein halbes Jahr, einen harten langen Winter, in der Perrera verbringen mußte. Transport für Transport ging vorüber, ohne daß er seine Chance bekam.

Warum ? Weil er in der Perrera abgegeben worden war, nachdem er angeblich ohne ersichtlichen Grund die Freundin des Besitzers attakiert haben sollte.

Natürlich hat sich keiner getraut, diesen alten Schäferhundrüden zu übernehmen, mit dieser Beschreibung und noch mit dem Problem, daß er nicht mit anderen Hunden verträglich war.

Erst viel später, als Lord schon in Deutschland war, haben wir den wahren Grund, weshalb er sein Frauchen attakiert hat, erfahren: sie wollte ihn von einer läufigen Hündin trennen - wen wundert sein Verhalten da ?

Hätten wir nur früher die Wahrheit gekannt und gewusst, welch bitteres Unrecht ihm geschah, hätten wir nur gewusst, wie schlecht es Lord gesundheitlich ging und was für ein unendlich guter und lieber Hund er war, wir hätten keine Sekunde gezögert, ihn sofort zu uns zu holen.

Denn er war ein Traumhund, verschmust, verspielt, anhänglich und unendlich dankbar.

Und als er endlich seine Chance auf ein neues Leben bekam, da war es zu spät.

Kaum war er in Dillenburg angekommen, sahen wir, daß irgendetwas mit ihm nicht stimmte, er schien Schmerzen zu haben, sich nicht richtig setzen zu können und war außerdem völlig abgemagert und heruntergekommen.

Es begann eine Odyssee, Untersuchung um Untersuchung, und die Befunde waren niederschmetternd. Abgesehen von einer kaputten Hüfte, die wir sicher in den Griff bekommen hätten, stellte sich heraus, dass er in Spanien einen Ball verschluckt hatte, der im Magen lag, er hatte eine vergrößerte Prostata und, als Schlimmstes von Allem, Tumore an der Leber und der Milz.

Operationen waren bei diesen vielen schweren Problemen aussichtslos, er hätte das nicht mehr verkraftet und die Leber wäre ohnedies inoperabel gewesen.

So haben wir uns bemüht, ihm die Zeit, die ihm blieb, mit Schmerzmitteln zu erleichtern und ihm soviel an Lebensfreude zu schenken, wie es nur möglich war.

Lord hat bei uns absolute Freiheit genossen, er durfte sich auf unserem ganzen Gelände frei bewegen, hat noch viele schöne Spaziergänge gemacht und im Fluss gebadet, weil er Wasser geliebt hat, er durfte Bällchen spielen, er bekam leckerstes Essen gekocht, aber was das Wichtigste war:

Er wurde von ganzem Herzen geliebt.

Alle Zuwendung, alle Streicheleinheiten, die wir ihm gegeben haben, hat er dankbar in sich aufgenommen, und als er heute morgen in meinen Armen für immer eingeschlafen ist, wußte er, wie sehr er geliebt wurde.

Nun ist er im Hundehimmel und eines Tages werden wir uns dort wiedersehen. Bis dahin wird er in unseren Herzen bleiben.

Christine und Alle, die ihn lieb hatten

Lord in Deutschland

Lord in Deutschland

Lord in Vitoria

Lord in Vitoria

 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 28. März 2009 und wurde abgelegt unter "Regenbogenbrücke".

 


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